Was ist Elektrodeionisation (EDI)?
Die Elektrodeionisation (EDI) ist ein Verfahren zur weiteren Aufbereitung von bereits vorentsalztem Wasser – typischerweise dem Permeat einer Umkehrosmoseanlage – zu Höchstreinstwasser. Sie kombiniert die Prinzipien des Ionentauschs mit einem elektrischen Feld und kommt dabei vollständig ohne den Einsatz von Regenerierchemikalien aus.
Wie funktioniert EDI?
Im Kern einer EDI-Anlage befinden sich Kammern, die mit Ionentauscherharz gefüllt und von Ionenaustauschmembranen begrenzt sind. Legt man ein elektrisches Gleichspannungsfeld an, wandern die im Wasser verbliebenen Ionen durch das Harz zu den jeweiligen Elektroden und werden über die Membranen in einen separaten Konzentratstrom abgeführt. Das Ionentauscherharz wird dabei durch den elektrischen Strom kontinuierlich regeneriert – ein Vorteil gegenüber klassischen Ionentauschern, die in festen Intervallen mit Säure oder Lauge regeneriert werden müssen.
Warum EDI nach der Umkehrosmose?
Umkehrosmose allein entfernt bereits 95–99 % der gelösten Salze aus dem Rohwasser. Für Anwendungen, die eine noch höhere Reinheit benötigen – etwa in der Halbleiterfertigung, der pharmazeutischen Produktion oder in Forschungslaboren – wird der Umkehrosmose deshalb häufig eine EDI-Stufe nachgeschaltet. Das Ergebnis ist kontinuierlich verfügbares Wasser mit einer Leitfähigkeit von unter 0,2 µS/cm, ganz ohne den Chemikalieneinsatz klassischer Mischbett-Ionentauscher.
Vorteile auf einen Blick
EDI-Anlagen laufen kontinuierlich, benötigen keine Regenerierchemikalien, produzieren kein saures oder alkalisches Abwasser und liefern gleichbleibend hohe Wasserqualität ohne die typischen Qualitätsschwankungen klassischer Ionentauscher kurz vor der Erschöpfung des Harzes. Diese Kombination aus Umkehrosmose und EDI setzen wir bei IEM in vielen unserer mehrstufigen Reinstwasseranlagen ein.
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